

Warum steigen die GPU-Preise?
Die Preise für Grafikkarten sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Für Unternehmen stellt sich daher die Frage, warum Grafikkarten heute teurer sind, wie nachhaltig diese Entwicklung ist und welche Auswirkungen dies auf den aktuellen Kauf von Grafikkarten für industrielle oder geschäftliche Anwendungen hat. Die aktuelle Preissteigerung ist keine kurzfristige Erscheinung, vielmehr das Ergebnis einer tiefgreifenden Veränderung im globalen IT- und Halbleitermarkt.
Preisentwicklung von Grafikkarten, was ist der Hauptgrund?
Die strukturelle Änderung der Verwendung von Grafikkarten verändert die weltweite Nachfrage. Grafikkarten werden heutzutage verstärkt für große und umfangreiche KI-Anwendungen verwendet, wodurch industrielle Anwender zunehmend in Konkurrenz zu Rechenzentren und Technologieplattformen treten. Die Produktionskapazitäten stoßen wegen der hohen Nachfrage auch an Ihre Grenzen, ein dauerhaftes Ungleichgewicht kommt auf und die Nachfrage überwiegt das Angebot deutlich.
Warum sind Grafikkarte heute deutlich teurer?
Mehrere Faktoren kommen zusammen, verstärken sich gegenseitig und erzeugen so einen Anstieg:
KI-Infrastruktur – ein rasantes Wachstum in immer mehr Anwendungsgebieten
KI-Modelle – Das Training und die Ausführung findet auf Grafikkarten statt und erfordern eine enorme Rechenleistung. Rechenzentren benötigen große Stückzahlen an Grafikkarten und sichern sich diese aktuell und für zukünftige Erweiterungen.
Direkter Wettbewerbe mit Hyperscalern
Grafikkarten die früher vor allem für die Visualisierung, Simulation oder industrielle Anwendungen (Darstellung) verwendet wurden, werden heute von Hyperscalern und KI-Plattformen verwendet. Dadurch entsteht ein Wettbewerb um die gleichen Ressourcen.
Begrenzte Verfügbarkeit von speziellem HBM-Speicher
High Bandwith Memory (kurz HBM) wird auf neueren modernen Grafikkarten verwendet. Die weltweite Produktion ist begrenzt und größtenteils bereits gebunden, was die Verfügbarkeit und Preise für Grafikkarten zusätzlich beeinflusst.
Flaschenhals in fortschrittlichen Chip-Packaging Verfahren
Moderne Chip-Packaging-Verfahren, wie zum Beispiel CoWoS (Chip-on-Wafer-on-Subtrate), sind zu einem Engpass geworden. Selbst wenn Grafikchips verfügbar sind, verzögern Engpässe beim finalen Packaging ebenfalls die Verfügbarkeit der Grafikkarte.
Kostenauswirkungen auf komplette Grafikkarten-Systeme
Höhere Preise für Grafikkarten, Speicher- und Festspeicher-Komponenten wirken sich auf industrielle Systeme, Edge-AI-Plattformen und Embedded Lösungen aus.
Welche Folgen hat das für Unternehmen, die auf Grafikkarten angewiesen sind?
Für Unternehmen, die heute den Kauf von GPUs planen, hat die aktuelle Marktsituation klare Auswirkungen:
• Höhere Beschaffungskosten im Vergleich zu früher
• Kürzere Gültigkeit für Angebote
• Längere und weniger planbare Lieferzeiten
• Größere Unterschiede bei der Konfiguration und Verfügbarkeit
Insbesondere Anwendungen in der Industrie, Edge-AI-Szenarien und leistungsintensive Systeme sind davon betroffen.
Grafikkarten in einem volatilen Markt beschaffen: Wichtige Aspekte
Der heutige Kauf von Grafikkarten erfordert einen anderen Ansatz als früher:
Technische Anforderungen und Verfügbarkeit abstimmen
Nicht jede technisch geeignete Grafikkarte wird mittelfristig lieferbar sein. Die Verfügbarkeit und die Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus hinweg sind zu entscheidenden Auswahlkriterien geworden.
Entwicklung mit Alternativen Lösungen
Durch die frühzeitige Bewertung unterschiedlicher Grafikkarten-Optionen oder Plattformvarianten gewinnen Unternehmen ein Maß an Flexibilität, wenn sich Preise und Lieferzeiten ändern.
Projektplanung und Lieferkette abstimmen
Die Verfügbarkeit von Grafikkarten muss frühzeitig in der Projektphase, der Budgetierung und im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.


Wie Arcobel bei der Grafikkarten Auswahl und beim Management von Preisrisiken unterstützt.
Arcobel unterstützt Unternehmen bei Grafikkarten-bezogenen Risiken durch:
• Systemdesigns an die tatsächliche Marktverfügbarkeit anpassen
• Alternative Grafikkarten Konfigurationen frühzeitig validieren
• Die Marktentwicklung in konkrete Projektenscheidungen übersetzen
• Einen Fokus auf industrielle Lebenszyklus-Stabilität und Reproduzierbarkeit setzen
Diese Herangehensweise verringert die Abhängigkeit von Preisschwankungen von Grafikkarten und Unsicherheiten bei der Verfügbarkeit.
Fazit: Preise für Grafikkarten bleiben langfristig unter Druck
Der Anstieg der Grafikkarten Preise ist das Ergebnis von strukturellen Marktveränderungen, angetrieben durch den Bedarf der KI-Infrastruktur und den begrenzten Produktionskapazitäten. Für Unternehmen die Grafikkarten beschaffen, reicht es nicht mehr aus, sich ausschließlich auf die technischen Spezifikationen zu konzentrieren.
Die frühzeitige Integration von Lieferketten- und Marktgegebenheiten in die System- und Planungsdesign-Phase, erlaubt die Planbarkeit für industrielle Projekte – auch in einem Markt wo Grafikkarten teurer sind und die Verfügbarkeit nicht mehr selbstverständlich ist.